Krieg der Hörnchen

Es herrscht Krieg im Tierreich. Eine neue Rasse macht sich in Europa breit. Das amerikanische Grauhörnchen ist stärker, widerstandsfähiger, potenter, und wird unser rotes Eichhörnchen über kurz oder lang verdrängen. Das Fremde wird Einzug halten in unsere Wälder. Es geht um Angst vor Veränderung, Angst vor Überfremdung und um die Sehnsucht danach, dass alles so bleibt, wie es schon immer war.

Die Performance untersucht den medialen Diskurs um die Ausbreitung der Grauhörnchen im europäischen Raum als Debatte aus der heraus sozialbiologische Kategorien aus dem Rassediskurs als Erklärungsmodell für gesellschaftliche Veränderungsprozesse heran gezogen werden. Ausgangspunkt ist ein akribisch zusammengestelltes Hörnchenarchiv, eingerahmt von einer assoziativen Audio-Video-Collage. Ohne Worte begibt sich die Performerin in die Auseinandersetzung mit dem Archiv, verliert dabei jedoch nicht ihre  Stimme, sondern verweigert sich bewusst dem Live-Kommentar. So stellt die Performance Eindrücke, Diskussionen und Meinungen zur Disposition, überlässt die Positionierung dazu aber dem Publikum.

Fotos

 

Trailer

Team

Konzept und Performance: Simone Dede Ayivi
Video: Norman Grotegut
Sound und Musik: Katharina Pelosi
Bühne und Kostüm: Henrike Terheyden
Dramaturgie: Martin Zepter
Technik: Anahí Pérez